Meinung - so nicht

Der Staat kassiert mehr als die Hälfte Ihrer Arbeitsleistung

Ana was hacklt is allweu der Blede

Die bei der Steuerreform 2016 geplanten Verbesserungen sind bestenfalls eine Tarifkorrektur der Steuerprogression bei der Lohn- und Einkommenssteuer. Eine echte Reform zur Entlastung des Faktors Arbeit kann nur durch eine grundlegende Steuerreform erreicht werden. Dazu ist unsere Regierungskoalition aber weder willens noch fähig!

Vergleich der Belastung durch Steuern und Abgaben

Die Beispiele zeigen die tatsächliche Belastung der arbeitenden Bevölkerung durch Steuern und Abgaben derzeit und nach der Reform 2016. Der Vergleich mit der Besteuerung von Kapitalerträgen zeigt, dass sich Arbeit in diesem Land nicht lohnt. Details zur Berechnung im Anhang am Ende des Artikels.

vor Reform

Vergleich-Kapital-Lohn-Einkommen (1)

 

nach Reform 2016

Vergleich-2016

 

 Gründe für die hohe Belastung des Faktors Arbeit

Kommunalsteuern und Familienlasten-Ausgleich-Fonds werden ausschliesslich durch lohnabhängige Abgaben finanziert!

Das war nach dem Krieg noch gerechtfertigt, weil die Wertschöpfung ausschliesslich durch Arbeit erfolgte. Jetzt ist die Besteuerung volkswirtschaftlich kontraproduktiv, weil die Arbeit dadurch zu teuer ist und so den Pfusch fördert. Die ausschliessliche Finanzierung der familienbezogenen Leistungen durch die Arbeitnehmer ist eine Querfinanzierung der Selbständigen und Bauern. Sie nehmen Familienleistungen in Anspruch, zahlen aber nichts dafür ein – eine Errungenschaft der schwarz-blau-orangen Schüssel-Regierung.

Für Miet- und Kapitalerträge fallen keine Sozialabgaben an!

Der Grund für die wesentlich geringere Gesamtbelastung der Kapitalerträge liegt nicht im fixen Steuersatz von 25 %, – erst bei Bruttoeinkommen ab 8.600 € ist der Lohnsteuersatz höher als der KESt-Satz auf Kapitalerträge – sondern daran dass dafür keine weiteren Abgaben anfallen.

Unselbständige zahlen ca. 30 % Sozialabgaben –
Selbständige und Bauern ungefähr die Hälfte!

In den Statistiken werden immer nur die Arbeitnehmer-Beiträge angeführt. In der Realität muss der Arbeitnehmer auch die Arbeitgeber-Beiträge erwirtschaften, weil sie voll vom Lohn abhängig sind.

Fazit:
die Steuer- und Abgabenquote ist für Arbeitnehmer ist viel zu hoch!

Lösungsvorschläge:

  • andere Steuerbasis für Kommunalsteuer und Familienlasten-Ausgleich-Fonds
  • Gleichbehandlung aller Einkommensarten bei den Sozialabgaben

Mehr dazu auf
Lohnnebenkosten streichen

Jetzt gilt was Kurt Sowinetz vor 40 Jahren sang:

Ana was hacklt is allweu der Blede – Kurt Sowinetz auf youtube

Anhang: Berechnungen im Detail und Berechnungsmodus