50 Jahre IT

1978: CAROLINE – das Buchungssystem geht online

Für die Abwicklung des Kassengeschäftes gab es unterschiedliche organisatorische Lösungen. Die Vereinheitlichung und Automatisierung des Kassengeschäftes erfolgte mit dem Terminalsystem PTS-6000. Damit wurden die Umsätze automatisch aufgezeichnet und mit Datenfernübertragung (DFÜ) an das Rechenzentrum übermittelt.

Das Mitte der 70-er Jahre gestartete Projekt CAROLINE mit dem Projektleiter Peter Hoffmann und den Keyplayern Ing. Franz Redl (ASTERICS – Eigenentwicklung TP-Monitor als CICS-Ersatz), Herbert Suntych (Anwendungen), Michael Reisenauer (Datennetz) und Hans Führer (Einführung ) war seiner Zeit weit voraus. Es war als Client/Server-System konzipiert – diese Bezeichnung kam allerdings erst 10 Jahre später auf. Die IBM war mit diesem Ansatz nicht glücklich, weil damit ihre Hegemonie gebrochen wurde. Gegen viele Widerstände ging das System Ende der 70-er mit der Anbindung des Kassensystems PTS-6000 an das SPARDAT-Rechenzentrum in Betrieb.  Damit konnten die Kontostände online abgefragt werden und eine Datenfernübertragung der Kassen-Umsätze war nicht mehr notwendig.

Für die Weiterentwicklung der CAROLINE-Anwendungen war ich ab 1980 als Referatsleiter Basisautomation verantwortlich. Für die neuen BARBARA- Bildschirm-Terminals wurden  komplexere Anwendungen wie Privat-Kleinkredit, Dialogänderungsdienst, Individualabfragen und Kontoschliessungen entwickelt. Der Einsatz von Kontoauszugdruckern in den Sparkassen-Filialen ersparte im Privatkundengeschäft den Druck und Versand der Kontoauszüge. Damit und mit den Geldausgabeautomaten war die EDV endlich bei den Sparkassenkunden angekommen.