Autor: Angelo

Newsletter November 2019

Aktuelle Tipps Gut gegen die November-Tristesse ist das jährliche  KlezMORE Festival an verschiedenen Spielstätten in Wien. Mit den Mitteln des Zeitgenössischen Zirkus und der Musik erzählt DEBRIS in der Wiener Seestadt  eine Geschichte des Verlorengegangen und Vergessenen. Bis 20. Jänner zeigt das Leopold Museum eine Werkschau von Richard Gerstl, einem Zeitgenossen von Klimt und Schiele. Diese und weitere aktuelle Tipps finden Sie auf wohininundumwien.at. Wandern in Wien Mit Öffis von zu Hause zum Start der Wanderung und vom Ziel mit den Öffis zurück. Das Richtige für schöne Novembertage sind Wanderungen im Wiener Stadtgebiet. Pensionskassen sind nachhaltig Der beste Umweltschutz ist der Konsumverzicht. Pensionskassen-Berechtigte brauchen also kein schlechtes Gewissen haben. Zuerst werden Gehaltsbestandteile in die Pensionskasse einbezahlt und dann bei Pensionsantritt mit laufenden Kürzungen ausbezahlt. So leistet das österreichische Pensionskassengesetz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz.

Zeitzeugen 70-er: Dipl. Vw. Helfried Plenk

Salzburger Sparkasse In den 70er Jahren wurde ein real-time Buchungssystem inklusive real-time Verarbeitung der Sachkonten aufgebaut. Mit Fernschreibterminals – heute völlig unvorstellbar – hat aber funktioniert. Es kamen die ersten „SB-Dienstleistungen“ auf. Geldausgabeautomaten („GAAs“) und Kontoauszugsdrucker kamen auf. Die 1968 beschlossene „Eurocheque-Karte“ mit Magnetstreifen machte eine breitere Nutzung möglich. Salzburg war immer „Technologie-Pionier“ und groß genug um modernste Technologie zu verwenden – das war natürlich auch für die Hersteller interessant. Als vergleichsweise kleines Institut  relativierte sich das Mengenproblem. Ein Systemabsturz in Salzburg führte zu wenigen zu wiederholenden Transaktionen. Zur gleichen Zeit war ich zu Besuch in der Zentralsparkasse:  Dort führte ein Systemabsturz zu 10.000 offenen Transaktionen – da geht nichts mehr manuell !.

Zeitzeugen 60-er: Dipl. Vw. Helfried Plenk

Salzburger Sparkasse Die Salzburger Sparkasse begann 1959 mit einer „Tabelliermaschinenausstattung“ – das war immerhin schon EDV auf Lochkartenbasis. Die ersten Privatkonten (Lohn- und Gehaltskonten) kamen auf und das manuelle Buchungssystem der Salzburger Sparkasse drohte zusammenzubrechen . Bei 3.500 neuen Konten „auf einmal“ reichten die 24 Stunden des Tages nicht mehr aus, um über die Runden zu kommen und die Verlängerung des Tages auf 25 oder 26 Stunden scheiterte. So wurde aus der 1. EDV-Umstellung gleich eine hektische Aktion. Es galt, so rasch wie nur irgendwie möglich, das tägliche Buchungsgeschäft in die „EDV-Technik“ zu übernehmen. Die Übung gelang, Dauer- und Einziehungsaufträge folgten auf dem Fuß. Damals lernte ich kennen, was wirklich „Überstunden“ sind. Nach wenigen Jahren war klar – das ist nicht die richtige Technologie. 1964/65 wurde nochmals ein „modernes“ Lochkartensystem angeschafft – diesen Umweg hätten wir uns sparen können! Bereits 1967 war uns klar, dass der Weg in Richtung ähnlicher Systeme wie „Erste Österreichische“ und „Z“ lief. Gleich mit dem für damalige Verhältnisse „steilen“ Ansatz, ein real-time-Buchungssystem anzustreben wurde „elektronische EDV-Anlage“ mit Magnetbändern und Platten …

Newsletter Oktober 2019

Angelo unterwegs in Unterkärnten Im September haben wir den Wald im Wörtherseestadion besucht, den Wörthersee von oben gesehen (Pyramidenkogel), sind im Lavanttal gewandert (Saualpe, Koralpe, rund um St. Paul) und waren im gemischtsprachigen Jauntal unterwegs (Petzen, Bleiburg, Neuhaus, Griffen). Wanderwoche Lavanttal – alle Touren und Ausflüge Aktuelle Ausstellungen in Wien Der herbstliche Ausstellungsreigen wurde mit Albrecht Dürer in der Albertina und Richard Gerstl im Leopold Museum eröffnet. Aktuelle Ausstellungen und die wichtigsten Wiener Museen gibt es auf Ausstellungen und Museen. Unsere Wünsche an die neue Regierung Die Wahl ist geschlagen und hat einen eindeutigen Sieger gebracht. Jetzt steht der ÖVP nichts mehr im Wege, ihren Fehler bei der Aufhebung der Mindestertragsgarantie zu korrigieren und das Pensionskassensystem im Interesse der Betroffenen zu reformieren. Auf unseren Vorschlag individuelle Vorsorge als Ergänzung zur gesetzlichen Pension  kann der alte und neue Kanzler Sebastian Kurz gerne zurückgreifen.

PensionskassenFlop

Entscheidungshilfe für die Wahl 2019

Für die Wahlentscheidung am 29. September bringen wir eine kurze Zusammenfassung der Pensionskassenmisere. Versagen der Regierungsparteien beim Pensionskassengesetz 1990: SPÖ/ÖVP beschließen das Pensionskassengesetz, um durch die Auslagerung von Pensionslasten die verstaatlichte Industrie zu sanieren und Börsengänge zu erleichtern. Zur Absicherung der Pensionisten gibt es eine magere Mindestertragsgarantie von 1 % (bei Rechenzinsen von 3,5 % bis 6 %). 2004: ÖVP/FPÖ schaffen die Mindestertragsgarantie ab, um die Pensionskassen vor dem Konkurs retten. Besser wäre es gewesen, die Pensionskassen in den Konkurs zu schicken und das Vermögen auszuzahlen. 2008 und 2011:  Durch die schlechten Börsenjahre erleiden die meisten Betroffenen gravierende Pensionskürzungen. Das geänderte Pensionskassengesetz der SPÖ/ÖVP – Regierung bringt die Möglichkeit in eine betriebliche Kollektivversicherung umzusteigen. Weil das mit hohen Pensionskürzungen verbunden ist, wird das Angebot kaum angenommen. 2018: Die Niedrigzinsphase hat auch bei den Veranlagungsergebnissen der Pensionskassen Spuren hinterlassen und weitere massive Kürzungen gebracht. Die ÖVP/FPÖ-Regierung lässt das kalt. Mehr dazu auf https://einfach-internet.at/pensionskassenflop/ Versagen des Fachverbandes der Pensionskassen Anstatt sich den Problemen zu stellen, spricht Mag. Zakostelsky – Obmann des Fachverbandes und von 2014 bis 2018 …

Zeitzeuge Informationssystem in den 70-ern: Willi Markom

Organisation und Programmierung von Sparkassen-Informationssystemen, Leitung der Systemprogrammierung, Sonderprojekte. IDV – individuelle Datenverarbeitung Die erste und dringendste Aufgabe der SPARDAT war die Automatisierung des Massengeschäftes der Sparkassen – die Führung von Spar-, Giro-, Darlehens- und Kreditkonten. Damit waren Unmengen von Daten erfasst und gespeichert. Bald kam dann die Idee, diese Daten für Planung und Analyse von Marketing-Aktionen zu nutzen. Die SPARDAT rief dazu die „INFO-Gruppe“ ins Leben. Deren Leiter, Rudi Zabusch, war ein eher legerer Typ – und genau so war auch seine Truppe, der auch ich angehören durfte. Bei den „Spartenkaisern“ waren wir bald, unverdienter Weise, die „Inferno-Gruppe“. Die Computer-Ressourcen für Tests und Durchführungen waren sehr knapp – und wir hatten immer Nachrang. Zuerst kamen immer die Systemleute und die „Spartenkaiser“ dran. Es gab häufig „gewaschene“ Konflikte. Oft waren wir montags mit Abstürzen unserer Programme konfrontiert. Bei der Suche nach den Ursachen kamen wir bald darauf, dass unsere netten Kollegen, die „Spartenkaiser“, am Wochenende wieder einmal Dateistrukturen geändert hatten – natürlich ohne uns zu informieren. Wütend stapfte ich wieder einmal ins Obergeschoß und fand …

Zeitzeugen 60-er: STUSA Konrad Ziegelwanger

Konrad Ziegelwanger Der erste Programmierer und längstdienende SPARDAT-aner (1967 – 2012). STUSA – Studiengesellschaft für Sparkassenautomation (1967) Mit der Gründung eines Unternehmens in Vereinsform (!) hat der Österreichische Sparkassenverband 1967 einen ersten Schritt getan, um den vielen kleinen und mittleren Sparkassen Österreichs eine Perspektive für die Abwicklung des Buchungsgeschäftes über moderne EDV-Anlagen zu zeigen. Damals sprach man von „Elektronischer-Daten-Verarbeitung“, was ja in späteren Jahrzehnten vom Begriff der „Informations-Technologie“, der IT abgelöst worden ist. Es war das Ziel der maßgebenden Sektorvertreter, mit Dkfm Walter Sadleder als Verbandspräsident an der Spitze, EDV-Buchungsgemeinschaften zu bilden, gemeinsame Rechenzentren zu nutzen, die Kosten dafür zu teilen. Beispiele gab es dafür bereits im Ausland, insbesonders in der BRD, die dort kurz zuvor gegründet worden sind. In Österreich gab es damals rund 150 selbständige Sparkassen, die alle erst überzeugt werden wollten, ihr Buchungsgeschäft außer Haus zu geben, in Sparkassen-Rechenzentren auszulagern. Wie sollte das denn überhaupt funktionieren? Dieser Frage stellte sich die STUSA, die auch unter Mitwirkung der Ersten österreichischen Sparkasse gegründet worden ist. Von dort kam ein junger und tatkräftiger Mitarbeiter, Erwin …

Zeitzeugen 60-er: Buchungssystem Girozentrale Walter Domandl

Die Anfänge Als ich im August 1962 in die Devisenabteilung der Girozentrale eintrat, war der heute so gängige Begriff IT noch völlig unbekannt. Das magere Gehalt von weniger als 1.500 Schilling gab’s am Monatsersten vom Abteilungsleiter im Lohnsackerl überreicht. Ein Gehaltskonto gab es noch nicht. Meine erster indirekter Berührungspunkt mit der EDV (Abkürzung für Elektronische DatenVerarbeitung) waren im Jahr 1963 Abendeinsätze mit höchst willkommenen bezahlten Überstunden zwecks Fehlersuche im Zuge der EDV-Umstellung der sBausparkasse. Etwa zu dieser Zeit begannen auch die Aktivitäten zur Automation des Rechnungswesens der Girozentrale, was mein Interesse weckte und dazu führte, dass ich mich erfolgreich um eine Stelle in der EDV-Organisation der Girozentrale bewarb, wo neben EDV-lösungen für die Girozentrale auch solche für Sparkassen konzipiert und erstmals in der Sparkasse Tulln, dann auch in einigen weiteren Instituten in Niederösterreich und Vorarlberg, zuerst für den Sparverkehr, dann auch für das Girobuchungssystem eingesetzt wurden. Das System war lochkartenbasiert und die Datenverarbeitung erfolgte mit IBM-Computern vom Typ 1401 ergänzt durch Lochkartensortier- und  -mischmaschinen. Gegen Ende der 60er-Jahre hielt das IBM-System 360 im Rechenzentrum der …

Zeitzeugen 70-er: Zahlungsverkehr Walter Domandl

Giroautomation In den Jahren 1971/1972 wurde die Automation des Zahlungsverkehrs in Angriff genommen. Ziel war es den Datenerfassungsaufwand für Zahlungsverkehrsaufträge so weit als möglich zu reduzieren und möglichst weit an den Ursprung, idealerweise zum Kunden zu verlagern. Dieses Ziel ist bis heute nicht voll erreicht wenngleich Electronic Banking, die zunehmende Verwendung von Debit- und Kreditkarten sowie die Erfassungsmöglichkeit von Überweisungen an Selbstbedienungsautomaten dem schon ziemlich nahe kommen. Die ersten Automationsschritte im Zahlungsverkehr erfolgten auf zwei Schienen, nämlich einerseits dem Datenträgeraustausch und andererseits der maschinellen Beleglesung. Datenträgeraustausch Der Datenträgeraustausch begann mit Großanwendern wie Pensionsversicherungen oder Energieversorgungsunternehmen, die ihre Überweisungs- bzw. Einziehungsaufträge mittels Datenträgern in Form von maschinell lesbaren Magnetbänderen an die Banken lieferten.  Anfangs mangelte es noch an der Standardisierung der Datenformate, doch diese wurde so wie auch die Standardsierung der Codierzeile auf Zahlungsbelegen zügig im Rahmen von übersektoralen Gremien vorgenommen und in den EDV-Abteilungen der Kreditinstitute umgesetzt.Dadurch ergab sich auch bald die Möglichkeit des wechelseitigen Datenträgeraustausches zwischen den Bankinstituten, vor allem den jeweiligen Clearingstellen der einzelnen Sektoren. Das war auch eine der Keimzellen für den …

Zeitzeuge Kassensystem in den 70-ern: Walter Domandl

EDESYS – Einheitliches DatenErfassungsSYstem In den Anfangsjahren der Buchungsgemeinschaft – sieht man von den Maßnahmen im Bereich der Zahlungsverkehrsautomation ab – erfolgte die Erfassung aller für die Kontenführung relevanten Daten mittels Codierung auf Lochkarten bzw.  Lochstreifen mit täglicher Anlieferung derselben an das Rechenzentrum. Bald reifte die Erkenntnis, dass wesentliche Rationalisierungserfolge durch Direkterfassung und Speicherung von Kassentransaktionen an den Schaltern der Sparkassen erzielt werden könnten. Auch auf diesem Gebiet waren die Entwicklungen in Skandinavien beispielgebend. Nicht nur Banken und Sparkassen, sondern auch die einschlägige Industrie erkannte dieses Potential und bot bereits in der ersten Hälfte der 70er-Jahre dafür geeignete Geräte an, auch wenn diese zum Teil noch in den „Kinderschuhen“ steckten. In den Jahren 1973/1974 wurde in enger Zusammenarbeit zwischen SPARDAT und Sparkassen ein entsprechendes Vorhaben unter dem Projektnamen EDESYS umgesetzt. Das Zeitalter des Personal Computer und damit einer heute nicht mehr wegzudenkenden Standardisierung lag damals noch etliche Jahre vor uns und die in die engere Wahl gezogenen Anbieter offerierten sehr individuelle Lösungen. Die Firma Philips mit ihrem System PTS-6000 wurde in einem gründlichen Auswahl- und …