Neueste Artikel

Schwarz – grün: wer gewinnt, wer verliert ?

Österreich hat seit 20 Jahren ÖVP-Finanzminister (auch KHG ist dazu zu zählen). Das Ergebnis in der Einkommensentwicklung: während Beamte sich über hohe Einkommenszuwächse freuen können, stagniert das Einkommen der unselbständigen  Erwerbstätigen und der neuen Selbständigen. Kein Wunder, denn die ÖVP bedient natürlich primär ihre Lobby – Banken, Bauern und Beamte. Wir wollen die Entwicklung unter der neuen schwarz-grünen Regierung genau verfolgen  und kommentieren.

was ist eigentlich mit der Föderalismusreform aus dem Wahlprogramm 2017 geworden ??? – 5. Jänner 2020

Sie ist so wie der Minister Moser sang- und klanglos verschwunden. Da hat die alte ÖVP mit der Beamtengewerkschaft und den Bundesländern etwas dagegen gehabt – der türkise Lack ist ab und wird jetzt durch einen grünen Tarnanstrich ersetzt !

Den Pensionisten muss mehr zum Leben bleiben –   Interview Kronenzeitung – 5. Jänner 2020

Auszug aus dem Interview:
„wir als Volkspartei stehen dafür, wofür wir gewählt wurden. Für die Steuersenkung, für arbeitende Menschen und auch alle, die ihr Leben lang gearbeitet haben und heute in Pension sind. Denen muss mehr zum Leben bleiben“
Da kann er die Pensionskassen-Pensionisten nicht gemeint haben – sie haben seit der Aufhebung der Mindestertragsgarantie unter schwarz-blau im Jahr 2003 mehr als die Hälfte ihrer Pension verloren ! Mehr dazu auf Pensionskassenflop.

Kollektives Zwangssparen zum Wohle der Finanzwirtschaft – Regierungsprogramm

Auszug aus der Stellungnahme der Pensionskassen zum Regierungsprogramm:
„So wird im Programm festgehalten, dass ergänzend zur staatlichen Pensionsvorsorge auch entsprechende Rahmenbedingungen für die private Pensionsvorsorge (in Form von betrieblichen – und individuellen Zusatzpensionen) zu schaffen sind.“
Stellungnahme Pensionskassen zu Regierungsprogramm
Derzeit werden Gehaltbestandteile zwangsveranlagt. Besser wäre es die individuelle Pensionsvorsorge als Ergänzung zum Umlageverfahren zu fördern. Eigenverantwortung ist bei der ÖVP nur ein Lippenbekenntnis, wenn es um die Interessen der Finanzwirtschaft geht.
Individuelle  Pensionsvorsorge als Ergänzung zur staatlichen Pension

Schwarz-grün will Kleinunternehmer entfesseln, entfesselt aber nur die Bürokratie – 11. Jänner 2020

Artikel im Standard vom 11. Jänner 2020
Wenn die Grenzen verschwimmen, dann soll man sie aufheben. Am besten mit einer einheitlichen  Krankenversicherung, weil viele gleichzeitig selbständig und unselbständig arbeiten (müssen). Warum ASVG-Versicherte, Selbständige und Beamte unterschiedliche Kassen haben, weiß nur die ÖVP. Sie hat zwar die Gebietskrankenkassen unter ein einheitliches Dach gebracht, bei den Beamten und Selbständigen alles beim alten gelassen.  Die jetzige Kleinunternehmer-Regelung trägt den Geist des Ständestaats. Damit werden wir die Zukunft nicht bewältigen.

wohin 2020

Newsletter Jänner 2020

wohin 2020Ein Gutes Neues Jahrzehnt

Was das neue Jahrzehnt bringen wird, weiß keiner. Sicher ist jedoch, dass man auf wohininundumwien.at  die besten  Anregungen für die Freizeit in und um Wien bekommt. Einen kurzen Überblick dazu gibt es auf unserem Video-Clip.

2019 – Top 10 als Anregung für 2020

Schneeschuhtour von St. Ägyd auf die Paulmauer – Schnee gab es in Hülle und Fülle
Metropolen der Ostsee – Rostock/Warnemünde – Tallinn – St. Petersburg – Helsinki – Stockholm.
Pielachtaler Mariazellerweg ab Loich –   2-Tagestour vom Bahnhof Loich über Annaberg (Übernachtung) nach Mariazell
Von Nassswald über das Habsburghaus und die Heukuppe zur Bergstation der Rax-Seilbahn – 25 km, 2.000 Höhenmeter, Gehzeit 10 Stunden
Wien von oben – Vollmondabend am Nußberg
Wanderwoche im Kärntner Lavanttal –  Wanderungen auf die Saualpe, oberhalb von St. Paul, auf die Petzen und auf die Koralpe. Ausflüge zum Wörthersee und ins Jauntal.
3 Tage im Gut Pößnitzberg in der Südsteiermark –   Spaziergänge, Restaurant Kreuzwirt, Spa mit Weinbergblick, Tageswanderung durch die südsteirischen Weinberge
museum gugging – als Ausstellungshaus für die Gugginger Künstler*innen und die Kunstrichtung Art Brut konzipiert, zeigt das museum gugging die Werke der Künstler*innen aus Gugging bei Klosterneuburg am Ort ihres Entstehens 
vom Helenental auf den Hohen Lindkogel – über den Wolken
Advent in der Stallburg – der neue Weihnachtsmarkt der Spanischen Hofreitschule sticht aus der Masse der Weihnachtsmärkte heraus, noch bis 6. Jänner geöffnet

Unterdeckungen bei den Pensionskassen sind in Österreich kein Thema

Wenn die Pensions-Berechtigten alle Risken tragen, gibt es natürlich keine Unterdeckungen. Das ist der große Unterschied zu den Pensionskassen in der EU, wo auch die Pensionskassen einen Teil des Veranlagungsrisikos tragen.
In Österreich ist dies seit schwarz – blau unter Schüssel/Grasser nicht mehr der Fall. Seither haben die Pensionskassen einen Freibrief und die Pensionskassen-Berechtigten müssen mit der Hälfte ihrer Pension auskommen. Das ist das strenge Pensionkassengesetz, von dem der ÖVP-Zakostelsky so schwärmt !
APA – Presseaussendung – 19. Dezember 2019

Electronic Banking & persönliche Kundenbetreuung

Bankgeschäfte rund um die Uhr

Die neue Debitkarte macht vieles möglich

  • Weltweit bezahlen und Bargeld beheben: überall, wo man das Mastercard-Zeichen sieht
  • Bequem im Internet einkaufen: Einfach mit der 16-stelligen Kartennummer, dem Gültigkeitsdatum, sowie der 3-stelligen Prüfzahl auf der Karten-Rückseite
  • Vorautorisierung: Hotels und Mietwagen telefonisch oder online mit der Debit Mastercard reservieren und später bargeldlos bezahlen

Die Sparkassen-Filiale

In rund 1.500 Selbstbedienungs-Foyers der Erste Bank und der Sparkassen kann man seine Bankgeschäfte selbstständig und  kostensparend in ganz Österreich abwickeln.
Erste Bank und Sparkassen – jederzeit erreichbar

George – das Online-Banking

Mit George ist es möglich, alle bargeldlosen Bankgeschäfte (Überweisungen, Wertpapier-Käufe/Verkäufe, Daueraufträge, Karten …) vom Smartphone, vom Tablet oder vom PC abzuwickeln. Schon beim Einstieg bekommt man einen Überblick über seine Konten, Karten und Wertpapiere.  Mit dem George Archiv findet man alle Kontoumsätze der letzten Jahre – mit dem Plug-in sogar bis zu 7 Jahre in der Vergangenheit.
George Kennenlernen – alle Funktionen …

Persönliche Kundenbetreuung

In jeder Beziehung zählen die Menschen. Daher hat Sparkassenkunde seinen persönlichen Betreuer. Er ist die Anlaufstelle für alle Fragen, Probleme und Terminvereinbarungen. 

2001: EURO-Bargeldumstellung

Das neue Jahrtausend warf seine Schatten voraus. 1997 wurde die GiroCredit im Zuge der Neuordnung des Sparkassensektor von der Erste Bank übernommen, 1999 wurde der Euro als Buchwährung eingeführt und der bevorstehende Jahrtausendwechsel brachte die Entwicklungsbereiche in Schwitzen.

Als Abteilungsleiter Anwendungsplanung erstellte ich die Machbarkeitsstudien für die Euro-Umstellung und den Weg ins Jahr 2000. Für den Jahrtausendwechsel schlug ich eine komplett neue Abnahmeumgebung vor, um die gesamte Umstellung vorweg zu verifizieren. Nach den Erfahrungen aus dem JUVAVUM wurde von der Geschäftsführung eine streng formale Projektabwicklung mit dem  Gesamt-Projektleiter DIng. Christian Nowak und dem Datum-2000-Projektleiter DIng. Christoph Wawerda beschlossen. Mit dieser Projektkonstruktion und einer Zeitreise-Umgebung  zur Simulation und Verifizierung der Umstellungsschritte konnten sowohl die Einführung des Euro als Buchgeld, als auch die Datumsumstellung problemlos bewältigt werden.

Für die Euro-Bargeld-Einführung war dann wieder ich als Projektleiter an der Reihe.  Die Rahmenbedingungen hatten sich durch den neuen Eigentümer Erste Bank massiv geändert. Das Projekt wurde gemeinsam mit der Organisation der Erste Bank abgewickelt und musste auch noch im Erste Bank – System EAS umgesetzt werden. Betroffen waren 15.000 PC-Arbeitsplätze, Indoor-Bankomaten und das Online-Banking. Der Termin stand fest und jedes Problem hätte zu einem massiven Imageschaden für Erste Bank und Sparkassen geführt. Mit  den Erfahrungen des EURO/2000 – Projekts konnte auch der letzte und spektakulärste Teil der Euro-Umstellung erfolgreich bewältigt werden. 

1996: Netbanking – die Sparkasse kommt zum Kunden

Geld überweisen oder Wertpapiere kaufen war auch innerhalb des Kreditsektors nicht gerade einfach. Die ausgefüllten Überweisungen warf man in den Postausgang. Die weniger privilgierten Normalos mussten die Überweisungen zur Bank bringen. Das Wertpapiergeschäft war überhaupt nur zu den Öffnungszeiten in der Bank möglich.   

Für Firmenkunden wurde bereits Anfang der 90-er Jahre ein Telebanking-System (am Anfang noch mit Bildschirmtext) entwickelt.  So konnten Überweisungen maschinell erfasst und an die Sparkasse weitergeleitet werden. Den Durchbruch brachte dann der Siegeszug des Internet. Mit dem 1996 installierten Netbanking-System war es möglich

  • Kontostände und Umsätze abzufragen
  • Überweisungen durchzuführen
  • Daueraufträge anzulegen
  • Karten zu bestellen und zu sperren
  • Wertpapiere zu kaufen und zu verkaufen

Die Transaktionszahlen stiegen explosionsartig mit der Verbreitung des Internet durch  Smartphones und Tablets. Mit Upgrades und vor allem mit der Neuentwicklung George waren Erste Bank und Sparkassen den Mitbewerbern immer einen Schritt voraus. 

1995: JUVAVUM – die Salzburger Sparkassen kommen zur SPARDAT

1993 fiel die Grundsatzentscheidung zur Umstellung der Salzburger Sparkassen auf das SPARDAT-System. Neben der Salzburger Sparkasse kamen damit 2 Institute der Erste Bank (Radstadt und Tamsweg) und die kleine Sparkasse Mittersill in die Buchungsgemeinschaft. Die Salzburger Sparkasse hatte ein kompaktes Realtime-System mit PC´s am Arbeitsplatz für die computerunterstützte Sachbearbeitung (CuS). Unter dem Gesamtprojektleiter Walter Domandl wurde als Erstes das Rechenzentrum und der Entwicklungsbereich in die SPARDAT übernommen.

In der SPARDAT waren gerade die Arbeitsplatz-Systeme KGI (Kundengeschäfts-Informationssysstem) und Kredit, sowie das Giro-System GERDA (Giroerneuerung Datenbank) in Entwicklung. Nach dem Systemabgleich wurde beschlossen die neuen Systeme für die Salzburger Sparkassen einzusetzen und die Arbeitsplatz-Anwendung CuS auf das SPARDAT-System zu portieren. Der ehrgeizige Terminplan sah eine Umstellung im Jahr 1995 vor. Bis zu diesem Zeitpunkt sollten alle neuen Programme erfolgreich eingesetzt sein. Daneben waren jede Menge von Detailänderungen (Valuten, Darlehen …)  notwendig.  Die Realisierung erfolgte in Wien und mit der bisherigen Mannschaft in Salzburg (Projekt CuS und Umstellungsprogramme).

Die große Herausforderung gegenüber bisherigen Umstellungen war der Einsatz eines  komplett neuen Arbeitsplatz-Systems. Als Projektleiter für die Umstellung der Anwendungen war ich für die Koordinierung dieser Aktivitäten verantwortlich. Zu diesem Zweck pendelte ich zwischen Wien und Salzburg. Gemeinsam mit anderen Kollegen, wie dem leider schon verstorbenen Hans Schöller lernte ich die Mozartstadt kennen und lieben. Unser Arbeitsplatz in  Salzburg war im Stift St. Peter gleich neben dem Petersfriedhof. Wenn wir nach Torschluss dort ein- und ausgingen, konnten wir uns nur mit Mühe der Touristenmassen erwehren. Das Büro wurde nach uns nicht mehr benützt. Deshalb sind dort unsere Türschilder noch heute zu bewundern. 

Unser Arbeitsplatz im Kloster St. Peter

Unser Arbeitsplatz im Kloster St. Peter

 Projektaufsicht: Josef Weszelka (Projektleiter Salzburger Sparkasse), Franz Angelo Gruber (Projektleiter Anwendungen), DIng Karl-Michael Udel (Projektleiter CuS), Wolfgang Schwaminger (Projektleiter Erste Bank)

Ausschnitt aus einer Projektaufsicht: Josef Weszelka (Projektleiter Salzburger Sparkasse), Franz Angelo Gruber (Projektleiter Anwendungen), DIng Karl-Michael Udel (Projektleiter CuS), Wolfgang Schwaminger (Projektleiter Erste Bank)

Eine weitere Herausforderung war der Ablauf der Umstellung. In einem engen Zeitfenster mussten die Bestände von Salzburg nach Wien geschickt werden. Dieser komplexe Ablauf wurde öfters  unter Echtbedingungen durchgespielt und die Echtumstellung zu 3 Terminen (Mittersill, Erste Institute und Salzburger Sparkasse) war jedes Mal ein Erlebnis. Erst nach der erfolgreichen Datenüberleitung konnte mit der Umstellung der Arbeitsplätze (verantwortlich Karl Thunhart) begonnen werden. Ab diesem Zeitpunkt gab es kein Zurück mehr.

Mitte 1995 zeichnete sich ab, dass der ambitionierte Terminplan nicht eingehalten werden konnte. Deshalb wurde als Erstes die Sparkasse Mittersill auf das neue System umgestellt. Bei der Umstellung waren in Mittersill mehr SPARDAT-Mitarbeiter als Sparkassen-Mitarbeiter anwesend. Mit den gewonnen Erfahrungen konnten danach auch noch die beiden Erste-Institute Radstadt und Tamsweg (Projektleitung Wolfgang Schwaminger) übernommen werden. Die Umstellung der Salzburger Sparkasse selbst hing an einem seidenen Faden. Nach weiteren Probeumstellungen und einer Änderung der Eigentümerstruktur  – der ehemalige SPARDAT-Geschäftsführer Erwin Standl kam als Vertreter der Erste Bank im Vorstand der Salzburger Sparkasse in die Projektaufsicht – wurde auch die Salzburger Sparkasse im April 1996 erfolgreich übernommen. Damit waren die Bundesländer-Sparkassen vollzählig in der SPARDAT-Buchungsgemeinschaft vertreten. Wieder einmal konnte durch extreme Anstrengungen aller Beteiligten ein äußerst komplexes Projekt abgeschlossen werden. Für mich war es das herausfordernste und interessanteste Projekt meiner Laufbahn. Mit meinen mittlerweile 50 Jahren spürte ich aber schon die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit. 

1993: GERDA – ÖCI-Umstellung und Anbindung der Girokonten an die Kundendatenbank

1992 fusionierte die Girozentrale mit dem ÖCI (Österreichisches Creditinstitut).  Damit wurde aus der Zahlungsverkehrs- und Wholesalebank ohne Filialnetz eine Retailbank mit Filialen  in ganz Österreich. Mit dem Projekt GERDA (Giroerneuerung Datenbank) wurde der erste Schritt für die stufenweise Umstellung des in die Jahre gekommenen Giro-Buchungssystems auf ein Realtime-System gesetzt. Als Abteilungsleiter Erneuerung Grundgeschäte steuerte ich diesen Prozess. Das Realisierung und die ÖCI-Umstellung erfolgte dann in einem Projektteam unter der Leitung von  Heinz Schächle.

1989: PC-Arbeitsplätze für alle Sparkassen-Mitarbeiter

Als Nachfolger für das Kassen-Terminal PTS-6000 und die Zwischenlösung BARBARA (Bildschirmarbeitsplatz) wurde ein Unversalarbeitsplatz für alle Sparkassen-Mitarbeiter gesucht. Im letzten Moment fiel im Projekt CATS (Projektleiter Walter Domandl) die Entscheidung für Standard-PC´s  mit dem Betriebssystem Windows und  den Office-Produkten von Microsoft. Was heute selbstverständlich ist, war damals eine Sensation. Zum ersten Mal im Kreditsektor wurden statt speziellen Banken-Terminals Industrie-PC´s eingesetzt. Damit war die Bindung an einen einzigen Hersteller Geschichte.

Als erstes wurden die bestehenden CAROLINE Anwendungen und die 3270-Emulation für die Wertpapierabwicklung umgestellt und die Office-Produkte Word, Tabellenkalkulation, Mail und Kalender in den Sparkassen eingeführt. Mit dem PC-System war es erstmals möglich, komplexere Abläufe und die Sachbearbeitung zu automatisieren. Dafür war es notwendig, vom kontenorientierten Buchungssystem auf eine kundenorientierte Abwicklung umzusteigen. Die Voraussetzungen dazu schufen die Entwicklung einer Kundendatenbank (Projektleiter Karl-Michael Udel) und die Einführung der kundenorientierten Abwicklung bei den Sparkassen (Projektleiter Gerhard Fiala). Nach Machbarkeitstudien wurden die Projekte Kredit (Projektleiter Reinhold Immler) und KGI (Kunden/Geschäfts-Informationssystem) mit dem Projektleiter Harald Koczi aufgesetzt. 

Als Abteilungsleiter Anwendungsplanung war ich für die Steuerung der Arbeitsplatz-Entwicklung zuständig. Die Weichenstellungen wurden im Kompetenzzentrum Anwendungsplanung und Organisation gemeinsam mit den Landeshauptstadtsparkassen und der GiroCredit  vorgenommen.

1988: Spar-Realtime

Die Probleme beim Einsatz für dieKärntner Sparkasse führten zu einer Neuausrichtung der Entwicklung. Man setzte auf  strikte Projektorganisation, den Einsatz des Datenbank-Systems ADABAS und damit verbunden auf ein Realtime-System. Nach 10 Jahren Gesamtverantwortung für das Buchungssystem konnte ich mich mit meinem Projektteam (Alfred Bazalka, DIng Jirina Rada, Thomas Schlager, Toni Widmayer, Hans Sagmüller und Sonja Kainz)  der Neuentwicklung des Sparverkehrs widmen. Dabei gingen wir nach dem Lehrbuch  für eine erfolgreiche Projektabwicklung vor. Wir erarbeiteten im ersten Jahr in einem Kompetenzzentrum gemeinsam mit eingebundenen Sparkassen die detaillierte Aufgabenstellung. Danach ging es an die Umsetzung. Die einzelnen Spar-Produkte wurden je Sparkasse in einer Produkt-Datenbank abgebildet  (individuelle Produktgestaltung) und die einzelnen Transaktionen in einer Transaktions-Datenbank (Rohdatenspeicherung) gespeichert. Die Auswertungen wurden in einer Datenbank gespeichert und konnten so am Bildschirm bearbeitet werden (Listbearbeitung über Bildschirm). Die Umsetzung erfolgte in den Programmiersprachen NATURAL und COBOL.

Eng wurde es wieder einmal beim Einsatz. Der breite Einsatz des Datenbanksystems führte zu einer Umstellung des Betriebssystems auf MVS und zur Konzentration auf ein zentrales Rechenzentrum in Wien. Für den Pilotbetrieb mit der Sparkasse Baden im Jahr 1988 gab es eine  Übergangslösung. Die Umstellung der restlichen Sparkassen erfolgte dann nach dem Fahrplan der RZ-Konzentration. So konnte das Projekt erst mit der Umstellung des Vorarlberger Rechenzentrums im Jahr 1991 abgeschlossen werden. 

Das System war danach im gesamten Sparkassensektor für ca. 5 Mio. Konten im Einsatz – neben der Buchungsgemeinschaft auch kurze Zeit für die Bank Austria bis zu deren Komplettumstellung auf das Unicredit-System und für die Erste Bank nach deren Integration in das SPARAT-Buchungssystem. Abgelöst wurde es mit der Integration in das neue Giro-Realtime-Sytem im Jahr 2005.