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Tourenplanung leicht gemacht

Auf Angelos Touren sind mittlerweile 350 Touren gespeichert. Mit der neuen Menüstruktur und Suchfunktionen ist das es einfach, die Richtige zu finden- so finden Sie die passende Tour

Coole Tipps für heiße Tage

gibt es auf Tipps für den Sommer in und um Wien.

Pensionskassen-Pensionen werden steuerlich benachteiligt

Wegen folgender Punkte habe ich gegen meine Steuerbescheide berufen

  • Wer in der Mindestertragsgarantie verblieben ist, muss dafür eine Rücklage der Pensionskassa dotieren – diese Dotierung wird steuerlich nicht anerkannt !
  • Wer für die Vorwegbesteuerung optiert hat, muss trotzdem 25 % der Pension besteuern

Meine Berufung wurde vom Bundesfinanzgericht abgelehnt. Mit Unterstützung der Arbeiterkammer habe ich dagegen eine Revision durch den Verwaltunggerichtshof beantragt. Über den Stand der Dinge werde ich weiter berichten.

Zeitzeuge Buchungssystem in den 70-ern: Franz ANGELO Gruber

Franz ANGELO Gruber

Programmierer Buchungssystem SUSY, Projektleiter Darlehen, Teamleiter Programmierung zur Adaptierung des Girosystems für die Girozentrale (GIBSY), Teamleiter Buchungssystem.

In Linz beginnts

Nach einigen erfolglosen Versuchen erfüllte sich Anfang 1970 bei der SPARDAT (Sparkassen-Datendienst) mein Traumberuf Programmierer. Die Voraussetzungen dafür waren ein erfolgreicher Programmierer-Test, Sparkassenpraxis war von Vorteil. Fundierte Ausbildung gab es keine und nach Schnellsiedekursen in einer maschinennahen Programmiersprache und in der höheren Programmiersprache COBOL ging es zur Sache. Programmieren war in den 70-ern ein mühsamer Prozess. Das Programm wurde auf Codierblätter geschrieben, dann wurden von der Locherin die Lochkarten erstellt und vom Programmierer in das Rechenzentrum geschickt. Zurück kam eine Liste und mit Glück die Bestätigung, dass das Programm lauffähig ist. Danach wurde mit Testfällen die Funktionstüchtigkeit verifiziert. War diese gegeben, ging es ab in den Echtbetrieb. Die wirklichen Probleme stellten sich oft erst in der Praxis heraus. Rückblickend ist es für mich ein Wunder, dass es trotzdem immer irgendwie funktioniert hat

Wegen der bevorstehenden Eröffnung des Rechenzentrums in den Räumen der Allgemeinen Sparkasse in Linz war das bunt zusammengewürfelte fünfköpfige Programmierteam total im Stress. Für einen Anfänger war da kein Platz und so durfte ich als Beschäftigungs-Therapie den Giroabschluss in einer maschinennahen Sprache schreiben – eingesetzt wurde das Programm nie! Den ersten Computer sah ich im ORF-Rechenzentrum – es war der Wahlcomputer, der mich schon immer fasziniert hatte. Ich sollte dort ein Programm testen und hatte davon natürlich keine Ahnung. Ich erkundete die Maschine bis der ORF-Operator meinem Treiben ein jähes Ende setzte – das war mein letzter Auftritt beim ORF. Endlich durfte ich auch nach Linz. Wegen des bevorstehenden Einsatzes war ich dort als „Mädchen für alles“ gefragt. Einer alten Dame, die wegen der lauten Klimaanlage nicht schlafen konnte, überreichte ich Blumen und für das leibliche Wohl der gestressten Programmierer holte ich Grillhendl und Bier vom gegenüberliegenden Wienerwald. So habe ich meinen Beitrag zur Umstellung der Allgemeinen Sparkasse auf das SPARDAT-Buchungssystem geleistet.

Super-System (SUSY) für die Sparkassen

Drei Monate nach der Umstellung der Allgemeinen Sparkasse Linz wurden die Entwicklungen der Girozentrale und Bausparkasse mit der SPARDAT zusammengelegt. Mit vereinten Kräften wurde die Umstellung der Sparkassen auf das neue Buchungssystem forciert. Dazu war auch die Ablöse der Bull-GE durch die IBM-Serie 360 notwendig. Für das Umschreiben auf das neue System gab es ein enges Zeitfenster von 9 Monaten und zur Motivation ein Prämiensystem. Für das Unterschreiten der Zeit gab es mehr Geld und beim Überschreiten ging die Prämie gegen null. Vom Linzer Team waren außer mir nur zwei übrig, daher wurde das Team mit drei erfahrenen Neuzugängen verstärkt. Nach dem Spiel in den ersten 6 Monaten wurde es für mich jetzt ernst. Ich musste die Spar- und Dauerauftragsprogramme auf das IBM-System umschreiben. In den ersten Monaten haben wir die Programme in Wien einsatzbereit gemacht. Danach ging es zum Testen nach Linz, wo mittlerweile eine IBM-360 zur Verfügung stand. Dort wurde das System mit einer geringfügigen Verzögerung abgenommen. Im Laufe des Jahres 1971 wurden die Programme  in Linz und in den neu errichteten Rechenzentren Graz und Innsbruck eingesetzt.

Im Praxisbetrieb machte sich dann der Zeitdruck leider negativ bemerkbar. Der erste Jahresabschluss im Jahr 1971 schrammte knapp am Desaster vorbei. Mit einem neuen Teamleiter wurde eine Taskforce ins Leben gerufen und ich durfte einen Teil der Programme neu schreiben, darunter das Spar-Buchungsprogramm, das ich dann bis zur Ablöse durch eine ONLINE-System betreute. Das Programm „Sparbuch“ hatte im Endausbau um die 10.000 Zeilen und war 20 Jahre im Einsatz. Getestet wurden die neuen Programme im Closed-Shop-Betrieb in Wien und in einem der Rechenzentren zwischen 0:00 und  10.00 Uhr. So lernte ich nach Linz auch Graz und Innsbruck kennen. Ich sehe noch heute die Neider, wie ich im Frühling sonnengebräunt aus Innsbruck zurückkam – geschlafen hatte ich untertags bei der Mittelstation der Hafelekar-Bahn. Durch die diversen Verbesserungsmaßnahmen stabilisierte sich der Betrieb und die  Änderungen des Zinsniveaus im Jahr 1974 konnten problemlos abgwickelt werden. Dabei wurden die Zinsen für praktisch alle Sparbücher geändert. Mit einem einfachen Programm ermöglichte ich es den Kundenberatern die Zinssätze zu ändern und ich konnte meine Hochzeitsreise antreten.

Neues Darlehenssystem (DORIS) komplettiert das Buchungssystem

Als letzte Geschäftssparte wurden die Hypothekardarlehen noch manuell abgewickelt. Als Projektleiter sollte ich mit einem kleinen Team diese Lücke schließen. Bisher hatte ich definierte Aufgabenstellungen programmiert und jetzt war es meine Aufgabe, die Vorgaben für die Programmierung zu erarbeiten. Im Rechenzentrum der Kärntner Sparkasse war bereits ein Darlehensprogramm im Einsatz. Im ersten Schritt leiteten wir die Eingaben der Allgemeinen Sparkasse in Linz nach Klagenfurt zur Verarbeitung weiter. So nahmen wir den Zeitdruck heraus und konnten vom Know-how der Programmierer der Kärntner Sparkasse partizipieren. Die Programmierung erfolgte in einem kleinen Team und die Abschlusstests fanden wieder einmal in Linz statt. Ewig in Erinnerung ist mir die Inbetriebnahme für die Allgemeine Sparkasse in Linz. Dazu wurden neue Tilgungspläne in 2-facher Ausfertigung erstellt. Das brachte die Maschine an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit. Irgendwie haben wir dann auch diese Klippe umschifft und das System konnte in Betrieb gehen. Die Darlehensprogramme waren dann über 20 Jahre für alle Sparkassen der Buchungsgemeinschaft im Einsatz.

Giro-Buchungssystem (GIBSY) für die Girozentrale

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Darlehenssystems stand die Änderung der Giro-Programme für die Umstellung der Girozentrale (damals zweitgrößte Bank Österreichs und 100 % – Eigentümer der SPARDAT) und der Buchungsgemeinschaft der Vorarlberger Sparkassen an. Als Teamleiter war ich für die erste große Änderung des Giro-Systems zuständig. Es war notwendig, ein zusätzliches Kontonummernsystem zu implementieren und die Modalitäten der Girozentrale abzudecken. Die Aufgabenstellung kam vom Projektleiter für die Umstellung und für die Umsetzung war ich als Teamleiter verantwortlich. Wieder einmal war der Zeitdruck enorm und aus Prestigegründen durfte bei der Umstellung nichts schief gehen. Das Ganze ging an die Grenzen meiner Leistungsfähigkeit, aber irgendwie haben wir es dann doch geschafft. Damit war aber nur die erste Hürde genommen, denn das geänderte System musste auch für die Sparkassen eingesetzt werden. Das brachte wieder einmal die Maschinen an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Nach einer Terminverschiebung und einigen Tuning-Maßnahmen wurden die Programme dann in den anderen Rechenzentren zum Einsatz gebracht.

Das Buchungssystem im laufenden Betrieb

Ab 1977 war ich gemeinsam mit 2 Kollegen für die Betreuung des gesamten Buchungssystems (Giro, Spar und Darlehen) verantwortlich. Das Wichtigste war neben kleinen Verbesserungen die Sicherstellung des laufenden Betriebs. Mittlerweile buchten fast alle Sparkassen bei der SPARDAT und Programmabstürze im Tagesgeschäft verhinderten die zeitgerechte Auslieferung der Buchungsunterlagen. Es kam öfters vor, dass ich während der Nacht mittels Ferndiagnose die Programme wieder zum Laufen brachte. Wenn ich heute zurückdenke, wundere ich mich noch immer, dass es letztendlich doch immer wieder funktioniert hat und ein wirkliches Desaster ausgeblieben ist.

Die 70-er: SPARDAT-Anwendungen

Buchungssystem

Die Verbuchung der Umsätze erfolgte in Stapel(Batch) –Verarbeitung. D. h. die gesammelten Umsätze und Änderungen wurden in einem Arbeitsgang vollständig und automatisch abgearbeitet. Die Daten wurden in der Sparkasse auf Lochstreifen erfasst und an das SPARDAT-Rechenzentrum übermittelt. Dies geschah für die Sparkasse am Ort des Rechenzentrums durch Übergabe und für die Sparkassen in der Region durch Versand mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nach der Verarbeitung gingen Buchungsunterlagen und Kontoauszüge am selben Weg retour in die Sparkasse. Das hört sich nicht nur kompliziert an, sondern war auch in der Praxis eine extreme logistische Herausforderung, weil Buchungsschnitte und Verarbeitung auf die Fahrpläne der Verkehrsmittel abgestimmt werden mussten. Bei Problemen in der Verarbeitung trat ein ausgeklügelter Notfallplan in Kraft, damit Buchungsunterlagen und Kontoauszüge bis zum Betriebsbeginn in die Sparkasse ausgeliefert werden konnten.

Gebucht wurde auf Girokonten, Sparkonten und Darlehenskonten (ab 1975). Die Überführung in das interne Rechnungswesen (Hauptbuch) und der Kontoabschluss erfolgten vollautomatisch.

Ab 1970 für die Allgemeine Sparkasse Linz und die oberösterreichischen Sparkassen

Auf einer Bull-GE 415  startete im März 1970 die Buchung der Girokonten für die Allgemeine Sparkasse in Linz.

Eröffnung SPARDAT-RZ Linz
Im Bild: das SPARDAT-Rechenzentrum Linz mit dem Geschäftsführer Erwin Standl (Im Anzug) und dem Organisator Herbert Suntych (im weißen Hemd)

Ab 1971 für die Sparkassen in Niederösterreich, der Steiermark und in Tirol

Nach der Umstellung des Buchungssystems auf IBM-360 wurden 1971 die Rechenzentren in Graz und Innsbruck eröffnet.

RZ-Eröffnung Dr. Benda
Im Bild: rechts  Geschäftsführer Dr. Peter Benda bei einer RZ-Eröffnung

Ab 1976 für die Girozentrale und die Vorarlberger Sparkassen

1976 wurde nach umfangreichen Adaptierungen das Buchungssystem der Girozentrale und ihrer Buchungsgemeinschaft für die Vorarlberger Sparkassen auf das SPARDAT-Buchungssystem umgestellt. Damit war das ehrgeizige Ziel einer Buchungsgemeinschaft für die Girozentrale und die Sparkassen in Niederösterreich, in der Steiermark, in Oberösterreich, in Tirol und in Vorarlberg erreicht. Die beiden Wiener Großsparkassen (Erste Österreichische, Zentralsparkasse), die Salzburger Sparkassen, die Kärntner Sparkassen und die Sparkasse in Krems betrieben eigene Rechenzentren 

Kassensystem

Für die Abwicklung des Kassengeschäftes gab es unterschiedliche organisatorische Lösungen. Die Vereinheitlichung und Automatisierung erfolgte mit dem Terminalsystem PTS-6000. Damit wurden die Umsätze automatisch aufgezeichnet und mit Datenfernübertragung (DFÜ) an das Rechenzentrum übermittelt. Die Sparkassen ersparten sich so die Lochstreifen-Erfassung und die Rechenzentren das umständliche Lochstreifen-Handling. Im nächsten Entwicklungsschritt wurde das Kassensystem an das SPARDAT-Rechenzentrum angebunden. Damit konnten die Kontostände online abgefragt werden und eine Datenfernübertragung war nicht mehr notwendig.

Zahlungsverkehr

Zahlreiche technische und organisatorische Maßnahmen waren notwendig um das stark steigende Transaktionsvolumen zu bewältigen. Um einen reibungslosen Datenträgeraustausch zu ermöglichen wurden Datenträger-Formate österreichweit normiert,. Die technische Umsetzung erfolgte dann in den einzelnen Kreditinstitutssektoren. Ebenfalls übersektoral wurde eine Scheckkarte lanciert, um das bargeldlose Zahlen in den Geschäften zu ermöglichen. Mit dem Ausdruck von Beleginformationen am Kontoauszug gelang es das  Belegvolumen zu reduzieren. Kontoauszüge wurden nicht mehr bei jeder Bewegung gedruckt, sondern nur mehr bei Beleganfall bzw. nach einer bestimmten Zeit. Mit einem Zahlungsverkehrs-Service wurden Kommerzkunden bei der Abwicklung des Zahlungsverkehrs unterstützt. Zur Rationalisierung der Belegverarbeitung wurde in der Girozentrale  ein Belegleser eingesetzt.

Informationssystem

Aufbau eines Systems zur Auswertung der Buchungsbestände für die Betriebssteuerung

Persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen

  • Buchungssystem: Franz ANGELO Gruber
  • Kassensystem: Walter Domandl
  • Zahlungsverkehr: Walter Domandl
  • Umstellung Buchungssystem Girozentrale: Johannes Größing
  • Infomationssystem: Willi Markom

Die 70-er: Privatkundengeschäft

Gehalts- und Pensionskonten

Die 70-er Jahre waren geprägt von einer explosionsartigen Zunahme der Gehalts- und Pensionskonten. Vor allem größere Firmen und die Pensionsversicherungen drängten ihre Mitarbeiter bzw. die Pensionsempfänger zur Eröffnung eines Girokontos. Die Firmen und die Pensionsversicherungen ersparten sich so die aufwändige Gehalts- und Pensionszahlung im Bargeld-Kuvert. Angestellte und Pensionisten konnten damit ihre Zahlungen unbar abwickeln, Daueraufträge eröffnen und Lastschriftseinzüge ermöglichen.

Zahlungen

Zahlungen wurden zunehmend unbar vom Konto abgebucht. Daueraufträge und Einzugsaufträge erleichterten die Evidenzhaltung und Abwicklung von wiederkehrenden Zahlungen. Mit einer Scheckkarte war es möglich, bargeldlos einzukaufen. Trotzdem wurde der Großteil der Zahlungen nach wie vor mit Bargeld abgewickelt.

Sparen

1974 kam das seit mehr als 20 Jahren stabile Zinsniveau in Wanken. Der bis dato unveränderte Eckzinssatz von 3,5 % und die darauf aufbauenden Zinssätze für gebundene Spareinlagen wurden erhöht. Mit Sparbriefen wurde eine anleiheähnliche Sparform geschaffen – in einer Rückzahlungstabelle war der Auszahlungswert ersichtlich. Zum regelmäßigen Ansparen gab es nach wie vor die  Prämiensparbücher der Sparkassen. Das Bausparen erlebte durch attrakive staatliche Prämien und einen effizienen Vertriebsapparat gab es einen regelrechten Boom.

Kredite und Darlehen

Auf dem Gehaltskonto war es mit einem Überziehungsrahmen möglich, das Konto unbürokratisch bis zu einem bestimmten Betrag zu überziehen. Damit  war es einfach, kleinere Anschaffungen ohne Kreditantrag zu tätigen. Für größere Anschaffungen gab es nach wie vor den Ratenkredit. Diese wurden zunehmend von Teilzahlungsbanken  abgewickelt. Die Finanzierung eines Wohnungskaufs oder eines Hausbaus erfolgte über ein langfristiges Hypothekardarlehen.

Wertpapiere

Die ersten  österreichischen Investmentfonds wurden aufgelegt. Trotzdem blieb das Wertpapiergeschäft nach wie vor ein Minderheitenprogramm.

Die 60-er: Automationsunterstützung

Buchungssystem

Die angefallenen Transaktionen der Sparkonten, der Girokonten (Firmenkonten, Gehalte/Pensionskonten), der Kredite und Darlehen und des Hauptbuches mussten korrekt gebucht und für die Zinsenberechnung zum Jahresabschluss vorgemerkt werden. Zusätzlich wurden bei Girokonten für den Kontoinhaber Kontoauszüge erstellt.

Diese aufwändigen Tätigkeiten erfordertes genaues Personal und eine bestmögliche Automationsunterstützung. Jede der 170 Sparkassen hatte dazu ihr eigenes System. Zur Automationsunterstützung gab es

  • schreibmaschinenähnliche Buchungsmaschinen
  • Magnetkonten – Computer ab Mitte der 60-er
    Hier wurden bereits Daten wie Saldovorträge auf einem Magnetstreifen gespeichert. Damit reduzierten sich die Eingaben der Buchhaltung und der Kontoabschluss verlor seinen Schrecken. Magnet Magnetkonten – Computer waren hauptsächlich bei mittleren Sparkassen im Einsatz (z.B. bei der Sparkasse in der Stadt St. Pölten ab 1968)
  • elektronische Datenverarbeitung (EDV) ab Mitte der 60-er
    Hier wurden die Daten zentral in einem Rechenzentrum verarbeitet und die Kontendaten auf elektronischen Medien (Magnetbänder, Magnetplatten gespeichert). Die Kontoauszugserstellung und der Jahresabschluss wurden vollautomatisch abgewickelt. Durch die hohen Kosten und die aufwändige Logistik kamen hier Großsparkassen in Frage. Ende der 1960-er Jahre war die EDV bei folgenden Sparkassen im Einsatz

    • Girozentrale incl. kleiner Buchungsgemeinschaft (Vorarlberg, Tulln …) und Bausparkasse
    • Zentralsparkasse
    • Erste Österreichische Spar-Casse
    • Salzburger Sparkasse
    • Kärntner Sparkasse

Zahlungsverkehr

Für die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen den 170 Sparkassen und mit den anderen Sektoren (Banken, Raiffeisen, Volksbanken) wurde 1937 die Girozentrale und Bank der österreichischen Sparkassen gegründet. Damit war eine 2-stufige Abwicklung möglich:

  • Von der Sparkasse wurden die Belege für ausgehende Überweisungen gesammelt an die Girozentrale weitergegeben, eingehende Überweisungen kamen gesammelt von der Girozentrale an die Sparkasse
  • Die Girozentrale bewerkstelligte die Zahlungsverkehrsabwicklung (Zahlungsströme, Belegweitergabe …)

Persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen

  • Vw Helfried Plenk – Rechenzentrum der Salzburger Sparkassen
  • Walter Domandl – Buchungssystem Girozentrale
  • Konrad Ziegelwanger – erste Programmieraktivitäten wie z.B. die Unterstützung der Kärntner Sparkasse beim Aufbau des Buchungssystems

Die 60-er: Privatkundengeschäft

Sparen = Spar(kassen)buch

Vor 200 Jahren wurde 1819 als erste Sparkasse der österreichischen Monarchie  in Wien-Leopoldstadt die Erste österreichische Spar-Casse, das Vorgängerinstitut der Erste Bank der österreichischen Sparkassen, gegründet. Mit dem Sparkassenbuch wurde  ein Instrument zur  Vermögensbildung der erwerbstätigen Bevölkerung geschaffen.

150 Jahre später im Jahr 1969 war das Sparkassenbuch nach wie vor die einfachste Möglichkeit, für Anschaffungen anzusparen. Bei täglich fälligen Geldern war der Zinssatz seit der Währungsreform unverändert 3,5 % ! Wer längerfristig vorsorgen wollte, konnte das Geld für eine bestimmte Zeit binden und musste bei vorzeitiger Behebung Vorschusszinsen zahlen. Zum regelmäßigen Ansparen gab es Prämiensparbücher und staatlich geförderte Bausparverträge.

Kredite und Darlehen

Wenn das Ersparte nicht ausreichte, borgte man Geld von der Sparkasse und zahlte den Kredit in regelmäßigen Raten zurück. Für die Finanzierung eines Wohnungskaufs oder für den Hausbau wurde ein langfristiges Hypothekardarlehen aufgenommen.

Zahlungen

Gehälter und Pensionen wurden größtenteils bar ausgezahlt – Gehalte/Pensionskonten waren die Ausnahme (% der Zahlungen). Der unbare Zahlungsverkehr war auf ein Minimum beschränkt. Mit dem Bargeld wurden die Rechnungen bar bezahlt, auf Sparkonten eingezahlt; Kreditraten getilgt und für einen Auslandsurlaub in Fremdwährungen umgetauscht. Gas- und Stromkassiere besorgten das Inkasso der verbrauchten Energie.

Gehalte- und Pensionskonten

Damit konnte ein Großteil der Zahlungen unbar abgewickelt werden. Mit Daueraufträgen und Einzugsaufträgen (Verbreitung ab wann ???) konnten wiederkehrende Zahlungen bequem getätigt werden.

Wertpapiere

Privatkunden besaßen praktisch keine Aktien und nur wenige Anleihen. Die verbriefte Anleihe wurde meistens zu Hause aufbewahrt, die Zinskupons ausgeschnitten und bei der Sparkasse eingelöst. Die Verwahrung der Wertpapiere in einem Bank-Depot brachte Komfort und Sicherheit, war aber ein absolutes Minderheitenprogramm.

Baden Foto La Gacilly

Newsletter Juli 2019

Baden Foto La Gacilly
Tipps für den Sommer in und um Wien

Unsere Sommer-Favoriten gibt es auf Sommer in und um Wien, Tipps für jeden Geschmack auf Facebook – wohin in und um Wien. Beide Seiten werden laufend upgedatet – öfters Vorbeischauen lohnt sich!

Was tun gegen die laufenden Kürzungen der Pensionskassen-Pensionen ?

Der Unmut über den Flop des Pensionskassen-Systems richtet sich hauptsächlich gegen die Pensionskassen. Siehe dazu die Kommentare auf unserer Facebook-Seite PensionskassenFlop.   Der Grund für die jetzige Situation ist einfach – seit der schwarz-blauen Regierung 2004 tragen die Pensionskassen-Berechtigten das alleinige Veranlagungsrisiko! Ohne massive Interventionen bei den politischen Parteien und den Interessensvertetungen wird sich daran auch nichts ändern!  Wir haben daher eine brauchbare Alternative zum verunglückten Pensionskassen-System entwickelt.
Pensionsvorsorge-neu –  so könnte eine individuelle Vorsorge als Ergänzung  zur gesetzlichen Pension aussehen!  

Fragen Sie jetzt vor der Wahl die politischen Parteien, was sie davon halten und lassen Sie uns die Antworten zukommen. Wir veröffentlichen sie dann auf unserer  Facebook-Seite PensionskassenFlop Auf den Ausgang der Aktion sind wir gespannt!

Ostsee

Newsletter Juni 2019

Ostsee4 Tage – 4 Länder – 4 Metropolen

Einfach mit dem Kreuzfahrtschiff die Metropolen der Ostsee kennen lernen.
Tallinn – Estlands Hauptstadt mit intakter Altstadt und Stadtmauern
St. Petersburg – zwei Jahrhunderte Residenz der russischen Zaren
Helsinki – nordische Lebensqualität
Stockholm – Venedig des Nordens

Angelo unterwegs in Wiener Ausstellungen

Aktuelle Ausstellungen – Arik Brauer 90, 50 Jahre Mondlandung. Oskar Kokoschka ….

Fragen Sie die Parteien, wie sie sich die Zukunft des Pensionskassen-Systems vorstellen !

Die Pensionskassen preisen ihr „Erfolgsmodell“, die Pensionisten müssen mit der Hälfte ihrer Betriebspension auskommen, Regierung und Arbeiterkammer sind auf Tauchstation. Im Herbst wird gewählt. Fragen Sie dazu die politischen Parteien, wie sie sich ein funkionierendes Pensionskassen-System vorstellen. Wir veröffentlichen gerne die originellsten Antworten.

Franz-Josef-Promenade Opatija

Newsletter Mai

Franz-Josef-Promenade Opatija
Wien um 1900

Wer es sich leisten konnte, fuhr mit der Südbahn an die Riviera von Abazzia (heute Opatija). Eine Ahnung von Kunst & Kultur im Wien des Fin des siecle vermittelt die sehenswerte Dauerpräsentation Wien um 1900 im Leopold Museum.

Zeitenwende 1918/19

Mit der Niederlage im 1. Weltkrieg ging diese Welt zugrunde. Vom Vielvölkerstaat der Donaumonarchie bliebt nur der Rest Österreich. Mit dem Umbruch beschäftigt sich die Ausstellung Bruch und Kontinuität (bis 30. Juni im Hofmobiliendepot). Im Rahmenprogramm kann man Elisabeth-Joe Harriet als Zita – die letzte Kaiserin und als „Die rote Herzogin“ (Tochter von Kronprinz Rudolf)  erleben. Anhand der gegensätzlichen Lebensgeschichten der  beiden Frauen erfährt man mehr über den Umbruch und seine Auswirkungen als in vielen Geschichtsbüchern.

PensionskassenFlop

Durch die massiven Pensionskürzungen ist der Misserfolg der 2. Säule der Altersvorsorge  wider Thema in den Medien wie. z.B. im ORF-Magazin „eco“ vom 18. April. Dort konnte Mag. Zakostelsky unwidersprochen seine üblichen Erfolgsmeldungen verbreiten. Die Verluste der Pensionskassen-Pensionisten wurden heruntergespielt und zur Klärung eine Historiker-Kommission (!) versprochen. Einfacher wäre es, endlich die echten Zahlen über die Pensionskürzungen auf den Tisch zu legen.  Die Arbeiterkammer als gesetzliche Interessensvertretung schweigt dazu, obwohl davon fast eine Million Zwangsbeitrags-Zahler betroffen sind. Siehe dazu auch den Beitrag über das Versagen der Arbeiterkammer. So gibt es die absurde Situation, dass eine Million Pensionskassen-Berechtigte nur vom privaten Verein „pekabe“ vertreten werden. Deren Bürgerinitiative zur Verbesserung des österr. Pensionskassengesetzes hat fast 5.500 Unterstützungserklärungen erhalten. Diese wurden im April der Parlamentsdirektion übergeben. Bitte um elektronische UNTERSTÜTZUNG der Bürgerinitiative auf https://www.parlament.gv.at/…/…/XXVI/BI/BI_00062/index.shtml.