Nutzen Smartphone

was mit Facebook alles möglich ist

Erfahrungen nach
8 Jahren Facebook-Nutzung

Als Internet-Profi habe ich mich lange vor Facebook gedrückt. Die Gegenargumente waren einleuchtend:

  • wieder ein Zeiträuber, der nichts bringt!
  • Eingriff in die Privatsphäre
  • wird sich Facebook als Social-Media-Plattform durchsetzen ?
    (diese Frage ist mittlerweile ganz klar beantwortet)

Die Pro-Argumente von Facebook-Nutzern waren mir zu schwammig. So habe ich erst einmal zugewartet. Den Ausschlag für den Facebook-Einstieg gab dann die Social-Media-Initiative „STOPP dem Pensionskassen Flop“. Mit Facebook-Unterstüzung wollten wird die notwendigen 8.000 Unterstützungserklärungen für ein Pensionskassen-Volksbegehren erreichen. Gleich vorweg: damit sind wir gescheitert. Der Grund: Soziale Medien sind zwar zur Begleitung von Aktionen unterlässlich, die entscheidenden Faktoren für das Gelingen sind aber nach wie vor eine eingespielte Organisation und eine breitenwirksame Medienarbeit.

Wie ich Facebook lieben lernte

Soziale Medien lernt man nicht aus dem Benutzerhandbuch und die Hinweise von Freunden sind nur bedingt hilfreich – das Spektrum der Meinung reicht von Begeisterung bis zur totalen Ablehnung. Also bleibt nur der Sprung ins kalte Wasser:

  • im Facebook anmelden
    • ist ein Kinderspiel, wenn man an den Einstellungen nichts herumdreht
    • richtige Daten verwenden, weil man sonst von seinen Freunden nicht erkannt wird
  • und die ersten Gehversuche wagen.

Die erste Überraschung war, dass jede Menge an Freundschaftsanfragen eintrudelten. Das lag natürlich auch daran, dass die meisten meiner ehemaligen Kollegen bereits auf Facebook vertreten waren. Gefunden wird man natürlich nur dann, wenn man sich mit seine richtigen Daten anmeldet. Im Nu hatte ich ca. 100 Freunde, darunter viele Kollegen aus der gemeinsamen IT-Zeit. Obwohl ich nur 15 Minuten am Tag im Facebook verbringe, war mit den engsten Bekannten schnell wieder die alte Vertrautheit da. Wie im wirklichen Leben waren einige sehr mitteilsam und andere hörten nur zu. Der Algorithmus von Facebook findet rasch heraus, mit wem man Kontakte pflegt (= die Beiträge liked oder teilt, Kommentare schreibt). So hat man rasch Kontakt zu einer überschaubaren Gruppe mit gemeinsamen Interessen.

Vom passiven zum aktiven Nutzer

Kommunikation ist keine Einbahnstraße und man will seine Meinung und Interessen mit auch anderen teilen. Am einfachsten geht das, wenn man sein öffentliches Tagebuch  im Facebook führt.

Facebookprofil Franz Angelo Gruber
Das poste ich auf meinem persönlichen Facebook-account:

Das kann jeder so halten wir er will – am besten man orientiert sich fürs erste an den Tagebüchern der Freunde und an seinem eigenen Mitteilungsbedürfnis.
Achtung: Menschen vergessen das meiste, was Sie ihnen erzählen – Facebook nur, wenn Sie Ihren Account löschen und auch da nicht zu Gänze, wenn Beiträge geteilt wurden.
Sie müssen sich das Ganze wie in einer Firmen-Cafeteria vorstellen.

  • Sie erfahren Neuigkeiten
  • Sie werden zu Veranstaltungen eingeladen
  • Sie erzählen, was Sie bewegt und für die Öffentlichkeit bestimmt ist

Wenn Sie auf Urlaub sind, funktioniert das genau so. Sie können sich entweder nachher schlau machen, was in der Zwischenzeit passiert ist oder Sie kümmern sich einfach nicht darum. Ganz Aktive sind natürlich via Smartphone oder Tablet immer dabei.

Nachrichten versenden

Ihren Facebook-Freunden können Sie auch Nachrichten zukommen lassen. Damit besachränkt sich das mühsame Führen vom Adress-Verzeichnissen auf ein notwendiges Minimum.

Gruppen für Vereine und Interessensgemeinschaften

zeigen wir der Welt wie schön Österreich ist

Als Gruppenmitglied erhalten Sie alle Infos wie z.B. Vereins-Nachrichten. Auf der (Ex)-Mitarbeiter-Seite meines ehemaligen Arbeitgebers erfahre ich so mittlerweile mehr als über  Betriebsrats-Infos. Facebook-Gruppen funktionieren natürlich nur, wenn sich jemand professionell darum kümmert.
Tipp: Informieren Sie sich, ob für Sie interessante Gruppen existieren und wer dafür verantwortlich ist.

Seiten für spezielle Interessen

wohin in und um Wien

Wir betreiben folgende Seiten:

Facebook ist voll von interessanten Seiten. Wenn man eine gefunden hat: einfach auf die Seite gehen, liken und Sie werden über Neuigkeiten, die zu Ihrem Nutzer-Profil passen, informiert!

Weiß Facebook alles über mich?

Das Hauptargument der Facebook-Gegner ist das Big-Brother-Argument. Dazu folgendes

  • Facebook und Ihre Freunde wissen natürlich nur das, was Sie im Facebook preisgeben
  • Achtung:  Menschen vergessen das meiste, was Sie ihnen erzählen – Facebook nur, wenn Sie Ihren Account löschen und auch da nicht alles, wenn der Beitrag geteilt wurde

Meine Erfahrungen:

  • in den 8 Jahren als Facebook-Nutzer habe ich damit keine Probleme gehabt
  • ein unzulässiger Zugriff wurde erkannt und der Account sofort gesperrt

Facebook – gut gegen Alterseinsamkeit !

Mit dem Ende des aktiven Erwerbslebens erlöschen viele informelle Kontakte. Bei den meisten Pensionisten reissen die Kontakte zu Ex-Kollegen, Geschäftspartnern etc. schnell ab. Jährliche Pensionistentreffen ersetzen keinen laufenden Kontakt. Und genau das ist die große Stärke von sozialen Netzwerken:

  • Sie bleiben im laufenden Kontakt und
  • wenn Ihnen danach ist, rufen Sie an oder vereinbaren Sie ein persönlichen Termin

Dieser Punkt war für mich die große positive Überraschung – ich habe jetzt wieder laufenden Kontakt mit Freunden aus der Firma, aus der Schulzeit und aus meinem Heimatort.

Kurze Zusammenfassung für Einsteiger

Wenn Sie bis jetzt durchgehalten haben, kommt der wichtigste Schritt:

Das wichtigste aus meiner Sicht

  • melden Sie sich mit Ihren richtigen Daten an,
    am Anfang nur mit den unbedingt notwendigen – ergänzen können Sie noch immer!
  • machen Sie die ersten Erfahrungen mit Freunden von denen Sie wissen, dass sie im Facebook vertreten sind – so kommen Sie auch zu Ihren ersten Facebook-Freunden und können sich mit ihnen austauschen!
  • beschränken Sie sich bei Freundschaftsanfragen auf Leute, die Sie kennen und mit denen Sie im laufenden Kontakt sein wollen – weniger ist mehr!